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Einsteiger erwünscht
WM-Erfolg der Wirtschaftsregion Nürnberg abhängig vom Engagement
Der Countdown läuft. Vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 findet die „FIFA Fussball Weltmeisterschaft Deutschland 2006™“ statt, an der Nürnberg als Austragungsort von fünf Spielen teilnehmen wird. Bei diesen fünf Spielen hat Nürnberg die einmalige Chance, einem Milliarden-Publikum seine positiven Seiten zu präsentieren - sowohl den Besuchern und Fußballfans vor Ort als auch weltweit den Zuschauern am Fernsehschirm und über die Printmedien.
Trotz dieser erwarteten positiven Effekte findet die WM nicht überall Zustimmung.
So führen Probleme bei der Vorbereitung der WM, aber besonders die mit ihr verbundenen wirtschaftlichen Risiken zu negativen Schlagzeilen. Die wirtschaftlichen Risiken werden vor allem in den erforderlichen Investitionen gesehen, die den bereits angespannten Haushalt der Stadt noch weiter belasten werden.
Wie jedoch eine Studie des Lehrstuhls für Unternehmensführung der Universität Erlangen-Nürnberg zeigt, kann die Stadt Nürnberg trotz des erheblichen Aufwands durch die Teilnahme und Ausrichtung dieses Großereignisses profitieren. Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsstudie analysierte ein studentisches Projektteam des Lehrstuhls von Prof. Dr. Harald Hungenberg unter Leitung von Dr. Florian Gierke die verschiedenen Aktivitäten, welche die Stadt für die Veranstaltung der „FIFA Fussball Weltmeisterschaft Deutschland2006™“ plant und welche ökonomischen Auswirkungen diese auf die Stadt und die Wirtschaftsregion haben.
Die Ergebnisse des Projektes, das von Februar bis Juni 2004 durchgeführt wurde, zeigen auf, dass der Stadt im Rahmen der WM 2006 tatsächlich erhebliche Kosten entstehen. Den größten Anteil an dem Kostenblock (9,8 Mio. Euro) verursacht der Umbau des Frankenstadions. Außerdem fallen Kosten für Zinsen (2,8 Mio. Euro) und die Organisation und Durchführung der WM-Veranstaltungen (2,1 Mio. Euro) an. Insgesamt werden die Kosten der WM für die Stadt somit auf 14,7 Mio. Euro geschätzt. Zum Teil werden diese Kosten bereits durch direkte Einnahmen und Steuereinnahmen gedeckt.
Direkte Einnahmen in Höhe von 3,2 Mio. Euro entstehen durch den Ticketverkauf, Eintrittsgelder der Touristen für städtische Einrichtungen, Einnahmen bei WM-Veranstaltungen etc. Ferner erzielt die Stadt durch Steuern Einnahmen in Höhe 5,4 Mio. Euro. Die gesamten Einnahmen werden somit auf 8,6 Mio. Euro geschätzt. Durch diesen mit der WM verbundenen finanziellen Nutzen werden die Kosten jedoch nicht gedeckt - es bleibt eine Kostenlücke von 6,1 Mio. Euro bestehen. Jedoch hat sich in der Vergangenheit gezeigt - hier sei im Besonderen auf die Olympischen Spiele von Sydney hingewiesen -, dass bei sportlichen Großveranstaltungen nicht nur der rein finanzielle Nutzen, sondern auch der Imagenutzen zu berücksichtigen ist.
Dieser Imagenutzen entsteht durch die Berichterstattung über die WM im Fernsehen und den Printmedien. Für die Stadt Nürnberg wird der durch die WM erzeugte Imagenutzen auf 6,8 Mio. Euro geschätzt. Berücksichtigt man neben dem rein finanziellen Nutzen auch diesen Imagenutzen, so übersteigt der Gesamtnutzen den finanziellen Aufwand.
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