Thomas Schwarz
(Puma Deutschland)


Thomas ist schon viele Jahre in der Entwicklung von Keeperhandschuhen tätig. Zuletzt war er bei Reusch in Metzingen und nun ist er seit Anfang 2003 bei Puma u.a. verantwortlich für die Entwicklung der jeweils aktuellsten Handschuh-Kollektion für die internationalen Länder.

Mit seiner Person verbindet sich die rasante Entwicklung bei Puma, die mittlerweile eine annerkannte und feste Größe bei den Premiumanbietern in Deutschland sind.

Im Rahmen seines Gesprächs am Rande der Messe "Fussball 2006" gab er goalkeeping.com in einem kurzen Interview einen Einblick in seine tägliche Arbeit, sowie viele spannende Dinge rund um Torwarthandschuhe.

Seid gespannt: Thomas Schwarz schenkt uns hier einen sympathischen, ehrlichen Blick hinter die Kulissen:

goalkeeping.com: Du bist vor einigen Jahren von Reusch zu Puma gewechselt. Was hat sich an Deinem Tagesablauf seither verändert? Beschreibe doch bitte mal einen typischen Arbeitstag von Dir.
Ehrlich gesagt, hat sich nicht viel geändert, nur der Verantwortungsbereich ist jetzt größer geworden, aber der Tagesablauf ist derselbe. Ich fange so gegen 8Uhr morgens an, und da um diese Zeit die meisten Lieferanten in China und Pakistan noch arbeiten, beantworte ich meine Emails und kläre offene Fragen mit ihnen. Dann haben wir oft Meetings um die Kollektionen mit den Schuh und Textil Abteilungen zu koordinieren und Marketing Strategien zu entwickeln, wie wir unsere Produkte besser verkaufen können.
Diese Dinge können aber manchmal ganz schön trocken sein und daher freu ich mich dann immer, wenn ich zusammen mit unserem Designer an neuen Produktideen und Technologien für Handschuhe, Bälle und Schienbeinschützer arbeiten kann.
Von Zeit zu Zeit muß ich dann auch die Fabriken in China, Pakistan oder Ukraine besuchen um die Ideen mit den Herstellern zu besprechen. Insgesamt ist das wirklich ein abwechslungsreicher Job, der mir sehr viel Spaß macht.

goalkeeping.com: Weshalb lohnt es sich für einen Endkunden sich einen Puma-Torwarthandschuh zu kaufen? Was ist das besondere daran?
Es gibt mittlerweile unzählige Handschuhe auf dem Markt, aber ich denke schlussendlich müssen die Handschuhe funktionieren und wenn sie dann noch gut aussehen ist es natürlich perfekt.
Und genau hier ist die Stärke von PUMA, denn hinsichtlich Passform, Qualität der verwendeten Materialien und vor allem der Beläge, haben wir jetzt einen Standart erreicht, der keine Wünsche mehr offen lässt. Hinzu kommt, dass die verwendeten Technologien wirklich ausgereift und nicht nur kopiert. Außerdem ist das Preis/Leistungsverhältnis im Vergleich doch zum Teil deutlich unter dem der Konkurrenz.
Beim Design ist natürlich immer der persönliche Geschmack ausschlaggebend, aber ich denke wir haben eine Designsprache gefunden, die für viele akzeptabel ist.

goalkeeping.com: Wieviel Personen sind bei Puma mit der (Weiter-)entwicklung von Torwarthandschuhen beschäftigt?
Bisher waren wir noch zu zweit, dass heißt ein Designer und ich, aber ab Mai werden wir Zuwachs bekommen, dann kommt nämlich der Produkt Manager von Sells zu uns und wird uns weiter unterstützen.

goalkeeping.com: In den letzten Jahren hat Puma bei den Torwarthandschuhen und der Torwartausrüstung einen rießigen Schritt vorwärts gemacht – was sind Eure Ziele für die nähere Zukunft?
Das Torwartgeschäft hat einen sehr großen Focus bei Puma, was man ja auch schon allein an der Anzahl der unter Vertrag stehenden Torhüter sieht und wir werden diesen Focus weiter ausbauen, um in naher Zukunft zu den 3 Top Torwartmarken weltweit zu gehören. Hier steht uns noch viel Arbeit an, aber ich denke wir sind auf einem ganz guten Weg.

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Interview vom April 2006