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Quelle: "uni.kurier.magazin 106, Universität Erlangen-Nürnberg"
Interpretation der Ergebnisse
Sowohl bei einem placierten Flachschuss, als auch bei einem Schuss ins Lattendreieck hat selbst ein Weltklassetorwart wie Oliver Kahn keine Chance, wenn er erst dann reagiert, nachdem der Schütze den Ball berührt hat.
Aus diesem Grund haben Torhüter bereits seit langem die Taktik, sich schon vor dem Anlauf des Schützen eine bestimmte Ecke auszuwählen. Sobald der Elfmeterschütze den Ball berührt, springt er in die von ihm spekulierte Ecke.
Wird der Ball in die andere Ecke geschossen, ist der Torerfolg des Gegners nicht mehr zu verhindern.
Wird er in die von ihm ausgewählte Ecke geschossen, erhöhen sich seine Chancen, den Ball zu halten oder zumindest ins Aus zu lenken.
Denn so fällt die Reaktionszeit von 0,25s weg. Der Torhüter muss also nur noch mit einer Geschwindigkeit von 
(Schuss neben den Torpfosten) bzw.
(Schuss ins Lattendreieck) zum Ball springen.
Dies ist durchaus realistisch.
Anzumerken ist noch, dass hier sowohl bei der Lage des Schwerpunktes als auch bei dem Ort der Berührung des Balles durch die Hand genäherte Werte verwendet wurden. Selbst die Ballgeschwindigkeit ist von Schuss zu Schuss verschieden. Auch die Flugkurve des Körperschwerpunktes ist nicht linear.
Um allerdings derartige Details zu verarbeiten, wäre eine professionelle Messung nötig, die jedoch die Ergebnisse nur um ein paar Kommastellen verändern würde.
Informationen zur Autorin Sandra Johanni Co-Autor: Karel Tschacher
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