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Interview mit Philipp Pentke (FC Augsburg)
von Artur Stopper (06/2007)
Ein junger talentierter Torhüter aus der Nachwuchsschmiede von 1860 München ist Philipp Pentke. Vor der Saison 2003/04 wechselte er mit knapp 18 Jahren von Dynamo Dresden zu den 60ern. Seit dieser Zeit spielte er für das Nachwuchsteam der 60er in der Regionalliga Süd und zählte dort zu den besten Torhütern der Liga. In der letzten Saison rückte er in den Bundesligakader des TSV 1860 München auf. Nun wechselt er zum erfolgreichsten Aufsteiger der letzten Zweitligasaison, dem FC Augsburg. Goalkeeping.com sprach mit Philipp Pentke über seine Beweggründe und Gedanken.
Du hast den TSV 1860 München verlassen und wirst die nächste Saison beim FC Augsburg spielen. Was waren die Gründe für deinen Wechsel?Pentke: Mich hat beeindruckt, was bei Augsburg entsteht und was für eine schnelle Entwicklung diese Mannschaft genommen hat! Für mich selber sehe ich bessere Chancen als es zurzeit bei 60 war...Mein Ziel muss es sein, irgendwann mal Bundesliga zu spielen!
Du bist als 18-jähriger von Dynamo Dresden zu den Löwen gekommen und hast 4 Jahre in München verbracht. Fällt es dir schwer 1860 zu verlassen?
Pentke: Es ist doch normal, dass du fast nie bei einem Verein spielst. München ist die schönste Stadt Deutschlands, und ich verdanke 1860 sehr sehr viel. Ich hatte sehr gute Trainer, und vor allem diese Saison habe ich für mich persönlich eine positive Entwicklung genommen! Ich habe gelernt hier mit gewissen Situationen umzugehen! Aber nun kommt eine neue Herausforderung und ich freue mich drauf! Und Augsburg ist ja auch nicht so weit weg, da kommen die Freunde auch nicht zu kurz.
Du hattest ausschließlich Einsätze im Regionalligateam der 60er. Ist es trotzdem nicht besser für die Entwicklung eines jungen Torhüters, überhaupt zu spielen statt als Nummer 2 in der Bundesliga auf der Bank zu sitzen?
Pentke: Das ist schon richtig, ich hatte diese Saison das Pech, dass ich mir im September das Wadenbein brach. Das hat mich sehr zurückgeworfen, und da war fast die komplette Saison futsch! Aber es ist auch wichtig für jeden Keeper im Bundesliga-kader dabei zu sein oder sogar auf der Bank zu sitzen! Du trainierst jeden Tag unter Profibedingungen und lernst extrem viel. Natürlich willst du spielen, aber gerade als Torhüter brauchst du auch manchmal Geduld!
Welche Erwartungen verknüpfst du mit dem neuen Verein, dem FC Augsburg? Wie groß siehst du deine Chance, beim FCA zum Stammtorwart zu werden?
Pentke: Ich will dazu beitragen, wieder die gleiche Leistung wie letzte Saison mit der Mannschaft abzurufen und vielleicht noch eine Schippe draufzulegen! Ich versuche natürlich, alles zu geben. Wenn irgendwann die Chance kommt, versuche ich sie zu nutzen.
Für wie lange hast du einen Vertrag unterschrieben?
Pentke: 2 Jahre
Was konntest du dir von einem erfahrenen Torhüter wie Michael Hofmann für deine weitere Karriere abschauen?
Pentke: Er ist ein cooler Typ (grinst) - auf jeden Fall seinen Einsatzwillen, er ist jeden Tag immer 100-prozentig dabei und haut sich immer rein!! Das hat mich beeindruckt, und das werde ich mitnehmen.
In welchen Bereichen musst du dich noch verbessern?
Pentke: Vor allem noch im Kopf, man muss immer 100 Prozent konzentriert sein, egal in was für eine Situation man kommt! Das find ich sehr wichtig, und das habe ich diese Saison bei 1860 gelernt!
Du sollst nie mit dir zufrieden sein, ich arbeite immer an mir, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, sei es im Krafttraining, beim Schuss oder Abschlag etc., du kannst dich immer verbessern!
Welche Rolle spielt Krafttraining in deinem Trainingsalltag?
Eine sehr große! Du brauchst das, um in deinem Strafraum präsent zu sein und dich in der Luft durchzusetzen! Oder im Fußballerischen schnell das Spiel z.B. zu eröffnen...Krafttraining ist sehr wichtig!
Was tust du in der fußballfreien Zeit für dich, um am Trainingstart fit zu sein?
Pentke: Den Trainingsplan von Augsburg ausführen (grinst), etwas laufen und Krafttraining. Und bei schönem Wetter schwimmen (lacht).
Welchem Torhüter würdest du gerne am nächsten kommen?
Pentke: Einem Mix aus Edwin van der Sar und Buffon!
Philipp, wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch und wünschen dir eine angenehme und erfolgreiche Zeit bei deinem neuen Verein.
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