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Grundlagenbereich
(F- und E-Junioren, U9-U11 Jugend)
Technik:
Erster Kontakt mit den allerwichtigsten Grund- und Bewegungstechniken der Ballverarbeitung bei den E-Junioren (flache, halbhohe und hohe Bälle). Beim Übergang in die D-Jugend sollte schon im Voraus ganz genau darauf geachtet werden, dass der Torwart die Angst vor dem Hinwerfen verloren hat und sich angewöhnt hat, immer seitlich zum Ball zu fallen.
Einer der häufigsten Anfangsfehler ist das Wegdrehen vom Ball auf den Bauch, wobei der Ball aus dieser Position nie richtig mit beiden Händen gehalten werden kann. Bereits jetzt sollte den Torleuten erklärt werden, dass das Ziel ist, den Ball festzuhalten und nicht nur einfach so abzuwehren.
Für sehr wichtig erachte ich Übungen, die das Ballgefühl der Spieler schulen und ihnen somit eine immer größere Sicherheit im Umgang mit dem Ball und für das Einschätzen seines Flugverhaltens geben. Ein Torhüter, der nicht mit dem Ball in seinen Händen umgehen und spielen kann, ist wie ein Schriftsteller der nicht schreiben kann. Ihm fehlt die Grundfertigkeit für seine Kunst. Das Training sollte ein bis zwei Mal in der Woche stattfinden.
Taktik:
Erste Einführung und Heranführung an das Torwartspiel, ohne verbindliche Festlegung auf diese Position. Insbesondere bei den F-Junioren sollte der Torwart fliegend gewechselt werden und jeder einmal auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Den Kindern sollte besonders der Spaß am „Ballhalten“ und am „Torwartsein“ vermittelt werden. Grundsätzliche Dinge wie die Ausgangs- bzw. Bereitschaftsstellung des Torwarts oder wichtige Regelfragen (Rückpass etc.) sollten auf jeden Fall angesprochen und geübt werden.
Kondition:
Bis auf die Förderung des Koordinationsvermögens ist in diesem Bereich ist keine spezielle Schulung erforderlich, da zum einen die Technik im Vordergrund steht und zum anderen die Kinder spielerisch in Bewegung gehalten werden sollten. Ganz besonders bewährt in unserer Arbeit hat sich die Einführung von Koordinationsübungen mit einem Springseil. Hierbei sind ganz viele verschiedene Varianten möglich und können sogar noch im höheren Jugendbereich eingesetzt werden, z.B. für Sprung- und Schnellkraftübungen. Gerade die Schnellkraft eines Torhüters entscheidet oft, ob er den Ball noch erreicht oder zu spät kommt.
Reaktionsvermögen und die Fähigkeit, schnell zum Ball springen zu können hängen sehr eng mit der Schnellkraft des Torwarts zusammen. Schnellkraft bildet in unserem Torwarttraining eine enorm wichtige Rolle, gerade in höheren Altersklassen, da gerade der Torwart prädestiniert dazu ist, explosive Sprungbewegungen auszuführen, die die Geschwindigkeit beinhalten, mit der das neuromuskuläre System dazu in der Lage ist, Kraft zu bilden (=Schnellkraft).
Psyche:
Grundsätzlich brauchen die jungen Torleute viel Sicherheit, Vertrauen und Rückendeckung des Trainers. Das Torwartspiel darf nicht als psychische Belastung gesehen werden. Den Kindern sollte die Angst vor dem Ball (Torschuß) und vor dem Lösen von der Torlinie genommen werden. Der Ball wird als Freund (Partner) und nicht als Feind gesehen, wobei besonders vielseitige Übungen für das Ballgefühl sehr förderlich sind.
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