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Fußball in Frankreich
Verband: | Fédération Française de Football | ||||||
Spitznamen: | Les Bleus (Die Blauen) |
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Konföderation: | UEFA | ||||||
Sponsor: | Adidas | ||||||
Trainer: | Raymond Domenech (seit 2004) | ||||||
Kapitän: | Patrick Vieira | ||||||
Rekordtorschütze: | Thierry Henry (44) | ||||||
Rekordspieler: | Lilian Thuram (136) | ||||||
Erstes Länderspiel: | Belgien 3:3 Frankreich | ||||||
Höchster Sieg: | Frankreich 10:0 Aserbaidschan | ||||||
Höchste Niederlage: | Dänemark 17:1 Frankreich | ||||||
Erfolge bei Turnieren Weltmeisterschaft Endrundenteilnahmen: 16 (Erste: 1934) Beste Ergebnisse: Weltmeister 1954, 1974, 1990 Europameisterschaft Endrundenteilnahmen: 9 (Erste: 1960) Beste Ergebnisse: Europameister 1984, 2000 Konföderationen-Pokal Endrundenteilnahmen: 2 (Erste: 2001) Beste Ergebnisse: Gewinner 2001 und 2003 | |||||||
Stand Februar 2008 | |||||||
Geschichte des französischen Fußballs
Gegründet wurde der Verband am 7. April 1919 als Fédération Française de Football Association (FFFA); der Zusatz Association (dieser stand für die Unterscheidung des Assoziationsfußballs vom Rugby) entfiel in den 1930er Jahren. Seine Vorgänger waren die 1887 gegründete Union des Sociétés Françaises de Sports Athlétiques (USFSA), die von 1904 bis 1908 Frankreich im Fußballweltverband FIFA vertrat, und der Comité Français Interfédéral (CFI), eine Dachorganisation mehrerer Einzelverbände und FIFA-Mitglied zwischen 1909 und 1919. Die FFF ist auch Gründungsmitglied des europäischen Kontinentalverbandes UEFA, der 1954 nach Gesprächen und auf Anregung der FFF, des belgischen sowie des italienischen Verbandes ins Leben gerufen wurde.
Der möglicherweise älteste französische Fußballverein, der Le Havre Athlétic Club, wurde bereits im Jahre 1872 gegründet, betrieb allerdings bis 1892 die Rugbyversion des Ballsports; der Assoziationsfußball (FA) hingegen (also das, was heute unter Fußball verstanden wird) entwickelte sich erst um 1900 auf breiterer Basis. Dabei blieb das Fußballgeschehen zunächst auf Paris, den schwerindustriellen Norden (Lille, Roubaix, Tourcoing), die Normandie (Le Havre, Rouen) sowie einige südfranzösische (vor allem Hafen-) Städte, wie Marseille, Nîmes, Sète oder Bordeaux, beschränkt und wurde ganz überwiegend von Menschen britischer Abstammung betrieben.
Anfangs des 20. Jahrhunderts trugen immer noch die Einzelverbände ihre jeweiligen Meisterschaften aus (1904/05 zwei, 1905 bis 1910 drei, 1910 bis 1914 vier). Es gab also zeitweise in einem Jahr bis zu 4 französische Meister. 1917/18, mitten im Ersten Weltkrieg, wurde ein landesweiter Pokalwettbewerb Coupe Charles Simon geschaffen, an dem Vereine aller Verbände teilnehmen durften, seit dem Jahre 1920 heißt er Coupe de France. Aber selbst unter dem am 7. April 1919 gegründeten einheitlichen Französischen Fußballverband (FFFA, später FFF) dauerte es noch bis 1926/27 (Ermittlung mehrerer Meister pro Saison), tatsächlich sogar bis 1932/33, ehe auch eine gleichwertige französische Meisterschaft (in einer einzigen nationalen Liga, der Division 1, auf Profibasis) ausgespielt wurde. Und diese Entwicklung wurde schon 1940 erneut durch Krieg und Besetzung unterbrochen.
Deshalb zählt die FFF zwar die französischen Pokalsieger ab dem Jahre 1918, die Landesmeister hingegen nur von 1933 bis 1939 und wieder ab 1946.
Kurioses und Wissenswertes
- Anders als in vielen anderen Ländern ist der Fußball in Frankreich bis heute nicht die unangefochtene Nummer 1 unter den Sportarten. Besonders Rugby ist im Südwesten des Landes populärer.
- Das Interesse am Fußball hängt sehr stark mit der Leistung französischer Mannschaften auf internationaler Ebene zusammen.
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