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Heute ist Fingerprotektion bei Torwarthandschuhen allgemeine Praxis und guter Standard. Am bekanntesten ist sicherlich der von Adidas geprägte Begriff "Fingersave". "Fingersave" ist aber nicht die Technologie, sondern lediglich der Name von Adidas für Fingerprotektion.
Fast 70 Jahre lang spielte die Masse der Torhüter völlig ohne Handschuhe. Vom ursprünglichen Leder- bzw. Wollhandschuh, die dann später mit Tischtennis-Noppenbelag beklebt wurden, ist man mittlerweile weit entfernt.
Erst seit Ende der 90er Jahre haben sich neben den bisher marktbeherrschenden Firmen praktisch alle Hersteller von Teambekleidungen um den Markt der Torhüter intensiv bemüht. Das Ergebnis aus heutiger Sicht ist ein wahrer Dschungel aus verschiedenen Modellen, Schnitten und Belägen.
Neben den offensichtlichen "Soll-Eigenschaften" eines Torwarthandschuhs (= leichteres Fangen, angenehme Trageeigenschaften) verwenden die Hersteller auch immer mehr Entwicklungsarbeit, um dem Handschuh eine sichere Schutzfunktion zu geben.
Dabei geht es um Dinge wie Feuchtigkeitstransport, Wärme, Trittschutz, Aufpralldämpfung, Stabilisierung des Handgelenks, und - ganz klar - Fingerprotektion. In dieser Rubrik widmen wir uns vor allem dem Schutz der Finger vor Überdehnung bzw. Stauchungen und Umknicken.
Wir sind wie folgt vorgegangen:
- pro Hersteller gibt es eine offizielle Darstellung der eigenen Technologie
- dazu gibt es einen Kommentar (= subjektives Urteil nach eingehenden Tests) von goalkeeping.com
- Übersicht: am Ende findet Ihr eine Übersicht der Begriffe, sowie der dazugehörenden Handschuhe
So könnt Ihr schnell und einfach einen fairen Überblick über die momentan aktuellen Schutzsysteme der einzelnen Hersteller gewinnen.
Es geht uns hierbei weder ums Design, noch um Themen wie Belag, Innen-/Außennaht, Einstieg, etc..
Auch geht es uns nicht um persönliche Vorlieben und schon gar nicht um irgendwelche Empfehlungen (wenngleich wir diese nicht ausschließen). Vielmehr wollen wir nur ein wenig Licht ins Dunkel der wohlformulierten Marketingdarstellungen der einzelnen Hersteller bringen.
Vorab:
Es hat sich wieder einmal bewahrheitet dass jede Technologie der einzelnen Hersteller durchaus eine Daseinsberechtigung hat. Die Nachfrage nach solchen Schutzsytemen für Finger und Handrücken wächst schon seit Jahren kontinuierlich.
Vom Ansatz her sehr ähnliche Varianten der Technologie haben Adidas, Derbystar, Erima, Jako, Puma, Reusch, SELLS und ab 2007 auch Nike.
Sie arbeiten jeweils mit Stäbchen, die sich grundsätzlich nach vorne biegen lassen (z.B. Fausten), bei 180°-Streckung jedoch komplett versteifen, so dass eine Überdehnung unmöglich gemacht werden soll.
Uhlsport setzt auf eine Sandwich-Konstruktion, bei der alle Fingerstäbchen mit einer zentralen Schutzplatine verbunden sind und NIKE verwendet zusätzlich zu Stäbchen bei älteren Handschuhmodellen flach gewickelte, spiralförmige Federelemente. Doch lest selbst:
Begriffsübersicht:
adidas: "Fingersave",
Derbystar: "APS Finger Protection" (Advanced Protection System),
Erima: "Tec"
Jako: "Medi-Protect-Einsätze"
NIKE: "Spyne" (ab 2007), "wired T90",
Puma: "PFP 2006", "PFP 2007" (Puma Finger Protection)
reusch: "Ortho-Tec",
SELLS: "Guard"
uhlsport: "Supportframe/Absorbframe"
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