Fußball in Deutschland

Fotos: eibner-pressefoto

Verband:

Deutscher Fußball-Bund                                                       

Konföderation:

UEFA

Sponsor:

Adidas

Trainer:

Joachim Löw (seit 2006)

Kapitän:

Michael Ballack (seit 2004)                     

Rekordtorschütze:

Gerd Müller (68)

Rekordspieler:

Lothar Matthäus (150)

Bilanz
799 Spiele
456 Siege
164 Unentschieden
179 Niederlagen

Erstes Länderspiel:

Schweiz 5:3 Deutschland
(Basel, Schweiz; 5. April 1908)

Höchster Sieg:

Deutschland 16:0 Russland
(Stockholm, Schweden; 1. Juli 1912)

Höchste Niederlage:

England 9:0 Deutschland
(Oxford, Großbritannien; 16. März 1909)

Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen: 16 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse: Weltmeister 1954, 1974, 1990

Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen: 9 (Erste: 1972)
Beste Ergebnisse: Europameister 1972, 1980, 1996

Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen: 2 (Erste: 1999)
Beste Ergebnisse: Dritter 2005

Stand Februar 2008

Geschichte des deutschen Fußballs

Im Deutschen Reich hatte Sport im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung. Unter den aus England übernommenen Mannschaftssportarten dominierte zunächst Rugby Football von 1875 bis Mitte der 1880er Jahre. Ende der 1880er Jahre wurde neben Rugby auch Association Fußball gespielt. Wie in ganz Deutschland vollzog sich auch in Berlin die Entwicklung erst sehr schleppend. Erst zum Ende der 1880er Jahre setzte eine rasante Entwicklung durch die Gründung einer Vielzahl von Fußballklubs ein. Am 15. April 1888 wurde mit dem BFC Germania 1888 der älteste deutsche Fußballverein gegründet. 
Am 28. Januar 1900 trafen sich in der Gaststätte „Mariengarten“ in Leipzig die 36 Vertreter von 86 Vereinen aus dem In- und Ausland und gründeten den DFB. Eine Plakette am Gründungsgebäude in der heutigen Büttnerstraße unweit des Hauptbahnhofes erinnert Passanten an das historische Ereignis. Mit Gründung des DFB durch die 86 Gründungsvereine gab es einen deutschlandweiten Führungsverband, der ab 1903 Endrunden um die deutsche Meisterschaft ausspielte. Der erste deutsche Fußball-Meister war der VfB Leipzig. Im Jahre 1904 trat der DFB per Fernschreiben als achtes Mitglied der FIFA bei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beschloss am 10. bis 12. November 1945 in Zürich die FIFA die Sportbeziehungen im Sinne der FIFA-Statuten zu Deutschland (wie auch zu Japan) und damit zur Nationalmannschaft und allen Verbänden abzubrechen, und verfügte gleichzeitig ein Verbot an alle Mitgliedsverbände und Sportbeziehungen zu Deutschland unterhalten. Eine Teilnahme des (ohnehin aufgelösten) DFB und seiner Verbände an internationalen Wettbewerben war daher in den Nachkriegsjahren nicht mehr möglich. Dies änderte sich erst wieder, als der englische Fußballverband (The FA) 1949 bei der FIFA eine Wiederzulassung Deutschlands zum internationalen Spielverkehr beantragte. Die FIFA hob daraufhin das Spielverbot gegen alle deutschen Mannschaften auf, verlangte aber am 7. Mai 1949, dass vor jedem internationalen Spiel die jeweilige Militärregierung, in deren Besatzungszone ein internationales Spiel ausgetragen werden soll, ihre Zustimmung erteilt.
Die offizielle und rechtsverbindliche Wiedergründung des DFB nach dem Krieg wurde am 21. Januar 1950 bei einer Arbeitstagung der westdeutschen Verbände in Stuttgart beschlossen. Die endgültige Wiederaufnahme des DFB in die FIFA wurde am 22. September 1950 vollzogen. Der DFB und seine Verbände waren ab diesem Zeitpunkt wieder ohne Einschränkung international teilnahmeberechtigt.

Kurioses und Wissenswertes

  • Aus den 86 Vereinen sind in der mittlerweile 100-jährigen Geschichte etwa 27.000 geworden.
  • Bis zum 30. Oktober 1970 wurde der Frauenfußball vom DFB in Deutschland verboten. Selbst nach der Zustimmung zum Frauenfußball gab es einige Auflagen: So mussten die Frauenteams wegen ihrer „schwächeren Natur“ eine halbjährige Winterpause einhalten, Stollenschuhe waren verboten und die Bälle waren kleiner und leichter. Das Spiel selbst dauerte nur 70 Minuten.
  • Der DFB ist der größte Fachverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und zählt zu den größten Mitgliedern im Fußball-Weltverband (FIFA).
  • Ab der Saison 2008/09 sind alle Ligen unterhalb der 2. Bundesliga von einer Umstrukturierung betroffen: An Stelle von zwei halbbundesweiten Ligen (bisherige Regionalligen) als dritte Spielklasse wird es nur noch eine einzige bundesweite Liga (3. Bundesliga) als dritte Spielklasse geben.
  • An Stelle von neun landesübergreifenden Ligen (bisherige Oberligen) als vierte Spielklasse wird es nur noch drei viertklassige Ligen (neue Regionalligen) geben, welche auf drei große Gebiete in Deutschland aufgeteilt sind.
  • Ebenfalls ab dieser Saison kehren die Relegationsspiele in die Bundesliga zurück. Dabei spielt der drittletzte der 1. Bundesliga in zwei Entscheidungsspielen gegen den dritten der 2. Bundesliga. Nach dem selben Verfahren finden zwei Spiele zwischen dem drittletzten der 2. Bundesliga und dem dritten der neuen 3. Bundesliga statt.